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Es besteht ein Anfangsverdacht

Oberndorf. Zwei Monate, nachdem in Libyen Gewehre des Waffenherstellers Heckler & Koch gefunden wurden, nimmt die Staatsanwaltschaft Stuttgart Ermittlungen auf. Die Firma bestreitet, Waffen geliefert zu haben.

Der Waffen-Hersteller Heckler & Koch aus Oberndorf am Neckar (Kreis Rottweil) wehrt sich seit Ende August gegen den Verdacht, illegal G36-Sturmgewehre nach Libyen geliefert zu haben. Nun hat die Stuttgarter Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Verantwortliche des Unternehmens eingeleitet.  Vorprüfungen hätten einen Anfangsverdacht ergeben, sagt Pressesprecherin Claudia Krauth. Deshalb werde gegen das Unternehmen ermittelt. Heckler & Koch begrüßt das und hat angekündigt, die Staatsanwaltschaft zu unterstützen, "um die Vorgänge in allen Einzelheiten vorbehaltlos aufzuklären", heißt es in einer Pressemitteilung.

Ende August hatten libysche Rebellen beim Sturm auf die Gaddafi-Residenz in der Hauptstadt Tripolis Dutzende von G36-Sturmgewehren gefunden, zum Teil noch verpackt. Es stellte sich die Frage, wie die Waffen, die von Heckler & Koch produziert worden waren, nach Libyen gelangt sind. Auf legalem Weg nicht, das war klar. Es ist deutschen Waffen-Herstellern untersagt, ihre Produkte in Krisengebiete zu liefern.  mehr bei Südwest Presse 25.10.11


Sturmgewehre - wie aus 1001er Nacht?

Angeblich stammen die deutschen G 36 aus einer legalen Lieferung nach Ägypten
Wie sind die G 36-Sturmgewehre aus deutscher Produktion nach Libyen gekommen? Die Ermittler haben eine Spur, heißt es. Doch die Nachricht aus der »Bild am Sonntag« ist möglicherweise doch nur eine falsche Fährte. Neues Deutschland vom 05.10.11 berichtet, dass Heckler & Koch (H&K) in einer Mail an den Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Technologie behauptet, die Gewehre 2003 und 2004 nach Ägypten ordnungsgemäß geliefert zu haben. Das hält die Zeitung für ein Ablenkungsmanöver und berichtet auch, dass die Staatsanwaltschaft in Stuttgart immer noch kein Ermittlungsverfahren eröffnet hat, obwohl im August sowohl H&K als auch Rüstungsexportgegner Jürgen Grässlin eine Anzeige wegen der G 36-Lieferung erstattet haben.
ND vom 05.10.11

Mail von Heckler & Koch


Gaddafi-Knarren – kein Thema für Merkel

Deutsche G36-Sturmgewehre illegal in Libyen / Staatsanwälte finden keinen Anfangsverdacht

Bereits seit März gibt es den Verdacht, dass deutsche G36-Sturmgewehre illegal an Gaddafi geliefert wurden. Seit Ende August ist belegt, dass die Kriegswaffen in Deutschland produziert wurden. Trotz Anzeigen ermittelt die Stuttgarter Staatsanwaltschaft noch immer nicht. Untätig bleibt die Regierung, samt Kanzlerin. Neues Deutschland vom 26.09.2011

Deutsche Gewehre in Libyen

Oberndorf/Tripolis - Libysche Kämpfer der Anti-Gaddafi-Milizen haben sich in den Waffenarsenalen des Diktators mit Beutewaffen aus deutscher Produktion eingedeckt. Das wirft die Frage auf: Wie sind die Oberndorfer Produkte nach Libyen gelangt? Heckler & Koch dazu: "Die Waffen wurden definitiv nicht von uns geliefert."
Für den Freiburger Rüstungsgegner Jürgen Grässlin "besteht der begründete Verdacht, dass Heckler & Koch oder Zwischenhändler G36 in großen Mengen illegal an das Gaddafi-Regime geliefert haben". Deswegen lasse er eine Strafanzeige prüfen. Stuttgarter Nachrichten 31.08.11

G36-Gewehre in Libyen gefunden

Gaddafis Truppen schießen mit deutschen Waffen
Wie gelangten deutsche Sturmgewehre der Firma Heckler & Koch, die Rebellen in Gaddafis Palast erbeutet haben, nach Libyen? fragt die Süddeutsche Zeitung und berichtet u. a. dass noch im November 2010 zu der internationalen Waffenmesse Libdex in Tripolis mehr als hundert Rüstungsunternehmen erschienen waren. Britische Unternehmen boten gepanzerte Fahrzeuge für Gaddafis Polizei an, Tränengas, Scharfschützengewehre, Kommunikationssysteme für die T-72-Panzer. Die Franzosen hatten die Rafale-Militärjets im Angebot und die Anti-Panzer-Raketen Milan.
Süddeutsche Zeitung

Deutsche Gewehre sollen seit Jahren in Libyen sein

Ein Augenzeuge will schon im Jahr 2005 das G-36-Sturmgewehr in Libyen gesehen haben. Er sei einer Verwicklung des BND in die Lieferung nachgegangen – ergebnislos.
Der Freiburger Rüstungsgegner Jürgen Grässlin kündigte eine Strafanzeige an. "Ob nun Heckler & Koch diese Waffen direkt geliefert hat, oder ob sie über einen Zwischenhändler dorthin gekommen sind – es ist so oder so illegaler Waffenhandel", sagte er. ZEIT-online

Rüstungsgegner: G36-Sturmgewehre 2003 produziert

Die in Libyen aufgetauchten G36-Sturmgewehre aus Deutschland stammen nach Angaben von Rüstungsgegnern aus dem Jahr 2003. Der Bautyp spreche eindeutig dafür, dass die Waffen vom Rüstungsunternehmen Heckler & Koch in Oberndorf am Neckar kommen. Das sagte der Rüstungsgegner Jürgen Grässlin am Donnerstag in Aachen. Zusammen mit den Gewehren seien in Libyen Munitionskisten mit der Aufschrift Nato gefunden worden. ZEIT.DE 

Dealt Merkel mit Gaddafi bis zuletzt?

Gaddafi und Angela Merkel in alter CDU-Tradition
Gaddafi von Angela Merkel Belieferte Merkel Diktator Gaddafi bis zuletzt mit Sturmgewehren vom Typ G-36 von Heckler und Koch aus dem Wahlkreis des CDU/CSU Bundestagsfraktionsvorsitzenden Kauder, der Intimus und enger Berater von Merkel ist? Bei der Erstürmung des Präsidentenpalastes von Gaddafi in Tripolis fiel den Rebellen ein Waffenschatz der besonderen Art in die Hände. High-Tech-Sturmgewehre made in Germany. Als Version mit verkürzter Länge werden sie nur exklusiv für Spezialeinheiten ausgeliefert.
ngo-online Internet-Zeitung

HECKLER & KOCH

Gaddafis Truppen kämpften mit deutschen Waffen   
Libysche Rebellen haben nach Angaben von Medienberichten deutsche G36-Gewehre beim Sturm auf die Residenz von Muammar al-Gaddafi in Tripolis gefunden. Von wem und wie viele Gewehre nach Libyen geliefert wurden, ist bislang unklar. Berliner Morgenpost

Rebellen in Libyen setzen offenbar deutsche Gewehre ein

Die Rebellen in Libyen setzen nach Recherchen des ARD-Magazins "Kontraste" und der "Stuttgarter Nachrichten" deutsche G36-Gewehre ein. Bei den Waffen handle es sich um bei Heckler & Koch hergestellte Gewehre, berichteten "Kontraste" und "Stuttgarter Nachrichten". ... Der Freiburger Rüstungsgegner Jürgen Grässlin äußerte den Verdacht, dass Heckler & Koch oder ein Zwischenhändler die G36-Gewehre "in großen Mengen illegal an das Gaddafi-Regime geliefert haben". "Da müssen Leute was gemacht haben, was mit deutschen Gesetzen nicht vereinbar ist", sagte auch der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele den "Stuttgarter Nachrichten".
Der Linken-Außenpolitiker Jan van Aken wies darauf hin, es seien schon wiederholt deutsche G36-Gewehre in Kriegsgebieten aufgetaucht, in die sie angeblich nie geliefert worden seien. Nachrichtenagentur AFP

Offenbar Waffen aus dem Schwarzwald für Gaddafi

Der langjährige libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi hat offenbar große Lieferungen von Waffen aus Baden-Württemberg bekommen. Libysche Rebellen erbeuteten deutsche G36-Gewehre und setzen diese nun selbst ein. Der Waffenhersteller hat Strafanzeige gegen unbekannt erstattet. ... Für den Freiburger Rüstungsgegner Jürgen Grässlin "besteht der begründete Verdacht, dass Heckler & Koch oder Zwischenhändler G36 in großen Mengen illegal an das Gaddafi-Regime geliefert haben". Südwestrundfunk